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Showberichte
Photos © Konstanze Winkler
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KLASSISCHE ÜBERRASCHUNGEN

Zum 15. Mal,
die
World of Orient
Hannover, 28.2. - 2.3. 2014

Showbericht von Sylvia Sophia Assmann
Vorwort: Marcel Bieger

FREITAG-GALASHOW, 28. Februar 2014
Hoch dramatisch und voller Herzschmerz und Emotion geht es weiter mit Inci und einem modern interpretiertem Tarab. - Folkloretänze sind die Spezialität von Ann Marie & Pharaon. Das Tanzpaar präsentiert an diesem Gala-Abend nubische Folklore voller Lebensfreude und später noch einen Iskanderani, den Tanz mit der Melaya Leff und dem dazu gehörigen Spiel der Geschlechter.

Delanna, eine der großen OT-Tänzerinnen dieses Landes fasziniert das Publikum mit Nancy Ajram. - Balkanmusik erklingt, und Maradea, die Tribal-Star-Gewinner des Tribal Festivals 2013, erobern die Bühne für sich. Jede Menge Tribal gibt es hier in choreographierter Form und voller Spaß und Abwechslung  zu sehen. Herauszuheben ist bei den Maradeas auch der gut angelegte Abgang ins Publikum, welches dadurch noch mal die Kostüme bestaunen kann.

Als kleine Stimmungskanone könnte man Katharina Joumana bezeichnen, die absolut präsent einen expressiven Raks Sharki zeigt und der man gerne zusieht. - Überraschende Elemente bietet die von Delanna stammende Choreographie des von ihr geleiteten Ensembles Lazurie. Abwechslungsreich und verzaubernd ist dieser Tanz mit den Vois.

Ausholende Bewegungen und die Nutzung der gesamten Bühne zeichnen die klassisch orientalische Darbietung von Rajaa Ben Moussa aus.

„El Prince“ oder Said El Amir nimmt danach die Bühne in Beschlag und gibt dem Publikum viel zu betrachten: von schlangenartig und verträumt geht es über zu schnell und hart. Hier sitzt alles perfekt, ein Meister seines Faches tanzt zur für ihn komponierten Musik von Sayed Balaha.

Mitreißend und voller Eleganz tanzt sich Shalymar El Amar in die Herzen der Zuschauer. Ein Bodenteil und feine, ungewohnte Akzente im Trommelsolo begeistern die Zuschauer.

Zarte Musik von Johann Sebastian Bach erklingt und es hätte dem Komponisten wohl sehr gefallen, wie Perlatentia seine Musik auf einzigartige Weise tänzerisch sichtbar macht.

Der folgende Shaabi erzählt vom Leben und der Liebe. Rajaa Dussart tanzt ihm meisterlich: minimalistisch in der Bewegung, weich und fließend und voller Ausdruck. Ein Genuss!

Tanzkunst der Extraklasse in Bezug auf Technik, Ausdruck und dem Zusammenspiel von zwei Tänzerinnen präsentieren Romy und Yela mit ihrer Darbietung. Sie erscheinen miteinander verbunden und als Einheit. Ein wahrer Augenschmaus.

„From China with Love“. So die Ankündigung des Ausnahmetänzers aus eben diesem asiatischen Land: Guo Wei. Ein Garant für theatralisch hervorragend inszenierte Tänze, dargeboten in meisterlicher Perfektion, garniert mit uns sofort vereinnahmendem Lächeln und ebensolcher Bühnenpräsenz!

Von diesem Meistertänzer ging es nach einer getrommelten Aufwärmrunde mit der Oriental Percussion Gruppe Hannover unter der Leitung von Mahmoud Ramadan und mit schlagkräftiger Unterstützung von Castano weiter zu einem weiteren Stargast der Jubiläumsausgabe der World of Orient: Tito Seif! Er liefert mit seinem Auftritt den gebührenden Abschluß des Galaabends! Während mehrerer Tänze und Kostümwechsel fasziniert er das Publikum, geht mit ihm oder besser „ihr“ im wahrsten Sinn des Wortes auf „Tuchfühlung“. Er vermittelt jedem einzelnen Menschen im Saal, daß er nur für ihn tanze. Tito Seif versteht es ausgezeichnet mit dem Publikum in Kontakt zu gehen, die Musik durchflutet seinen Körper, er spielt mit Nähe und Distanz, und wenn er tanzt, verspürt das Publikum absolute Freude! Dieses Gefühl vermag man wohl nur verstehen wenn man diesen Tänzen live gesehen hat!

Diese Gala bleibt wohl allen Zuschauern noch lange in Erinnerung! Auch und vor allem wegen der hervorragenden Organisation der Veranstalterin Asmahan el Zein.

Die Eröffnungsgala zum 15-jährigen Bestehen der WoO,  World of Orient, startet, wie es diesem Ereignis gebührt, fulminant: Die Chillies Dance Company - bestehend aus dem Leiter Azad Kaan und den Tänzerinnen Beata Ala Nar, Meral, Nashyra, Nina Teza, Rajaa Ben Moussa, Shalymar El Amar, Yalia und Yasirah - präsentiert eine „Oriental Dance Suite“ vom Feinsten. Die „Chillies“ führen durch die gesamte Palette des orientalischen Tanzes, spielen mit dem Publikum: Sei es im Spiel zweier Frauen um einen Mann oder sei es Yalia, die mit ihrem Kairoer Herz beim Baladi das Publikum zum Johlen bringt. Fazit: Ein hervorragendes Potpourri mit Spitzentänzerinnen unter einem tollen Choreographen.
15 Jahre World of Orient unter der Leitung von
Asmahan El Zein, das kann sich sehen lassen, und nicht nur der runden Zahl wegen. Asmahans Themen-Festivals sind legendär, und es gibt wohl kaum einen Star von interna- tionalem Rang und Namen, der nicht ihrem Ruf gefolgt ist und auf den Bühnen der Stadt Hannover gestanden hat. Asmahans beide Festival-Reihen, World of Orient und Tribal Festival, haben Weltgeltung und stehen in Europa, zusammen mit Leyla Jouvanas „OFE“, einzig da.

Zum 15. hat sich die österreichische Allround-Tänzerin
Sylvia Sophia Assmann, bereitgefunden, für uns als „Hagallady“ vor Ort zu berichten. Aufgrund der hohen Männerdichte auf der Bühne erhielt dieses Festival
übrigens, noch ehe es zu Ende war, bereits den
Spitznamen „Männerfestival".
Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
Homepage: www.world-of-orient.de