Startseite/Aktuelles
zurück zu Showberichte
weiter ...
Vor zwei Jahren hat die Neugier uns schon einmal nach Kerpen vor den Toren Kölns getrieben: Eine gewisse Anjuli, daselbst Tanzlehrerin, lud zum Tanzspiel mit Theaterstück oder Tanzstück mit Theaterspiel ein, und was wir dort zu sehen bekommen haben, hat uns restlos überzeugt. Deshalb sind wir in diesem Jahr (alle zwei Jahre gibt es etwas Neues) wieder dem Ruf gefolgt und haben uns das neue Stück angesehen, den „Rosenfürsten“ – und es wiederum begeistert genossen.

Photos, Grafik und Gestaltung: Konstanze Winkler
- 1 -
Irgendwann und irgendwo im Orient: Eine Mutter vertraut ihrem väterlichen Freund ihre Sorgen an: Der Sohn will sich einfach nicht entscheiden und eine Braut heimführen. Er ist Parfümhändler und ständig auf Reisen, und eigentlich sollte ihm da doch die eine oder andere Schöne begegnet sein. Aber nein, der Jüngling will sich nicht binden und prahlt auch noch vor seinen Freunden, daß er sich eine List habe einfallen lassen.
Als die Mutter ihn wieder einmal bedrängt, verspricht er ihr, die wohlduftendste aller Frauen zu freien, die vollkommen rein nach Rosen dufte. Damit müsse sich doch prima Zeit gewinnen lassen, denkt er bei sich, falls es eine solche Schöne überhaupt gebe, und macht sich frohgemut mit seinen Freunden auf die nächste Handelsreise.
Doch der Vertraute der Mutter hat ein Mündel, dem ist ein Rosenstrauch der liebste Ort auf der Welt. Denn die Mutter dieses Mädchens hat sich nach ihrem viel zu frühen Tod in selbiges Gewächs verwandelt.
Die Märchenkundigen unter den Zuschauern ahnen es schon, an dem Tag, an dem der junge Herr sich entscheiden soll, begegnet ihm die Rosengleiche, und von Stund an ist es um ihn, besser um sein Herz, geschehen. Liebeskrank kann er sich kaum noch vom Diwan rühren, und es gilt noch einige Verirrungen und Verwirrungen zu bestehen, bis das junge Paar zueinander findet und alle glücklich und zufrieden sind.
9. Orientalisches Tanztheater

„DER ROSENFÜRST“

von Marcel Bieger

Umrahmt wird das lustige, dramatische, romantische und geheimnisvolle Bühnenspiel durch bemerkenswert passende Tänze, die allesamt die eben gezeigte Szene vertiefen, interpretieren oder auch in ein ganz eigenes künstlerisches Gewand kleiden.
Voi-Poi wechselt mit Folklore, Tribal ist zu sehen und auch „Burlesque“ Orient Pop wird abgelöst von Zigeunertanz, rockiger Bollywood, Can Can , Säbeltanz, türkischer Baladi, aber auch Schamanentanz, Charleston, Tango, Balkan und nicht zu vergessen die unverwüstlichen Raks Sharki und Trommelsolo bilden einen ständigen rhythmischen Reigen.. Trotz solch einem Füllhorn an verschiedenen Stilen, es funktioniert, jeder Tanz sitzt stilsicher und gekonnt an der richtigen Stelle.
Kiros, der Erzähler
Anjuli tanzt das "Spiel mit dem Wind", den Eröffnungs-Tanz
Fürstin Soraya möchte ihren Sohn Omar alsbald vermählt sehen ...
... und schmiedet Pläne mit ihrem Vertrauten, dem Wesir Ramin
Der Parfümhändler Fürst Omar mit seinen Freunden Arash und Jaque beim fröhlichen Trinkgelage
Gülilah, die Rosengleiche
Gülilah und ihr Ziehvater Hami Babak
links: Jaques präsentiert seine französischen Burlesque-Tänzerinen, die er aus Paris migebracht hat.

Oben: Hami Babak und Wesir Ramin schmieden Pläne, wie sie Fürst Omar in die Hochzeits-Falle locken können, und Ramin unterbreitet diesen Plan sogleich der Fürstin Soraya (rechts)
"Gypsy-Fire" - Ein Zigeunertanz mit dem Tambourin
Anjuli mit den Schleierfächern
Jaques bereitet die Freunde auf die nächste, aufregende Tanzdarbietung vor ...
Cabaret-Tanz mit einem Hauch Burlesque
"Power of Oriental Beats" - Tanz zu Arabic-House Musik
"Tanz der Wüstenrosen" - Tribal Dance des Stammes "Ward as Sahara"
Federfächer-Tanz im Stil der 50er Jahre
Ein moderner "Bollywood" aus Indien
Schleierfächer-Fantasy zu persischer Musik
Bollywood
klassische Tanzroutine zu Arabischem Orchester