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Showberichte
Photos © Konstanze Winkler
Grafische Gestaltung/WebDesign: Konstanze Winkler
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Ja, man mag es kaum glauben, eine Tanz-Show, mit ständig neuen Gesichtern und erfreulich vielen bereits bekannten, mit viel Spaß und Unterhaltung und mit einer Projektleiterin, die von der ersten bis zur aktuellen Folge immer dabeigewesen ist: Manis‘ OT-Projekt im „tanzhaus nrw“ (Eigenschreibung) wurde in diesem Jahr zum 25. Mal mit der Projekt-Show „Die Reise der Karawane“ gekrönt und abgeschlossen. Kaum mehr feststellbar, wie vielen Frauen Manis auf die „orientalischen Sprünge“ verholfen hat, kaum mehr erfaßbar, wie viele hier den Startschuß für ihre spätere Tanzkarriere vernommen haben. Zwei Ensembles sind daraus hervorgegangen, „Sinam“ und „Safira“, damals wie heute gern gesehene Gäste auf deutschen wie internationalen Tanzbühnen.

Manis hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Sie hat einige der allerersten ihrer Tanz-Elevinnen ausfindig gemacht und sie gebeten, zur 25. Ausgabe der „Reise der Karawane“ anzureisen. Und im Verlauf der Show treten immer wieder einige dieser Pionierinnen auf die Bühne und erzählen davon, wie es damals war, was sie erlebt haben und natürlich von Pleiten, Pech und Pannen.
Die Show beginnt wie alle vorherigen auch: Vier Frauen tragen ein Riesenschleier auf die Bühne, halten es, so hoch sie können, und dahinter defiliert die ganze Schar vorüber, die in diesem Jahr aktiv an der Darbietung beteiligt ist. Und warum sollte es auch anders werden, das Konzept hat sich doch bewährt. Schon der nächste Auftritt läßt erahnen, wie der Abend verlaufen wird. Manis will ihre traditionelle Begrüßungsansprache halten, doch dann hören wir erst einmal Bruno Assenmacher. Manis will jetzt etwas sagen, aber da kommt Peter Knobloch (der derzeitige Vorsitzende der Tanzhaus-Gesellschafterversammlung) und überreicht ihr einen Riesen-Blumenstrauß. Dann endlich …

19 Frauen, alle Projektteilnehmer, die an der Show teilnehmen (es sind noch mehr, aber nicht alle wollen, aus den unterschiedlichsten Gründen, vor Publikum auf die Bühne) und tanzen zu einer typischen Manis-Choreoo einen Orientalischen Tanz, zu dem diese Riesenschar sich immer wieder aufs Neue in Klein-, Mittel- und Großgruppen aufteilt. Alle zusammen lassen dann den großen Saal des Tanzhauses unter einem Trommelsolo erbeben.

Als nächstes erwartet uns eine ebenfalls nicht gerade kleine Gruppe: Bruno Assenmacher mit Ehefrau Ellie und acht weiteren Mitstreitern seiner Trommelgruppe, und die heizen uns in gewohnter erfrischender Weise ein. – Das Duo Hanni & Susi zeigt uns einen Tanz mit Isisflügeln, zu dem sie sich anmutig wie Schmetterlinge bewegen. Dazu eine neuere Version des Eurythmics-Klassikers „Sweet Dreams“.

Es folgt Sabine, die einen hübschen Beledi zum Besten gibt. – Dunyazad präsentiert sich raffiniert und sexy mit einem Oriental Burlesque.

Das Little Project-Septett erinnert sich der Miami Sound Machine und läßt uns alle zu „Conga“ mitwippen. – Sophia tanzt, ebenfalls zu „Sweet Dreams“ OT, aber mehr oder weniger auf der Stelle, was einen überaus interessanten Effekt auslöst. – Ein Sextett, besteht weitgehend aus Safira-Mitgliedern, läßt die Schleier wehen. Ihre Anzahl reduziert sich, und erst zum Schluß finden sie alle wieder zusammen. – Als nächstes erwartet uns Mara mit einem Raks Sharki-Solo komplett mit Trommelsolo, und wir müssen zugeben, bislang hat uns nichts an diesem Abend enttäuscht, ganz im Gegenteil.
Alle 19 Damen der Projektgruppe kommen auf die Bühne, diesmal zu einem Flamenco Oriental a la Manis. Mal bilden sie eine lange Reihe, dann 2 Kreise und bald teilen sie sich in 4-4-3-4-4 Kleingruppen auf. Die Leinwand an der Rückwand zeigt alte Bilder aus der Frühzeit des Projektes, und wir gehen in die Pause.

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem orientalischen Khaleegy, an dem jedoch nur 18 der 19 Projektteilnehmerinnen teilnehmen. Mitra führt einen Persischen Tanz zu Livemusik von Nakisa auf und erzählt damit eine ebenso schöne wie spannende Geschichte.
Nun führt uns Petra einen Arab-Flamenco auf, die Musik wird rockig, ohne jedoch das Flamenco-Gerüst zu verlassen. – Sandra hat wie fast in jedem Jahr einen Gothic-Beitrag vorbereitet. BAPs „Kristallnacht“ in einer Cover- Version von Samy Deluxe. Wir kennen Sandra als engagierte Frau, es wird nur nicht so ganz klar, vor welchen Gefahren sie (oder der schnöselige Sänger) damit warnen will. - Eine stimmungsvolle Voi-Poi-Nummer, sehr romantisch von Beate vorgetragen, erfreut uns als nächster Beitrag. Es folgen ein Säbeltanz, ein vom OT-Duo Nilgün und Ulrike, das zu klassischer Musik arabisch intoniert, tanzt.
Danach sehen wir einen schwungvollen Raks Sharki mit Schleiertanz im Trio von Little Safira. Und nun erfreut uns Hanni mit einem schmissigen Trommelsolo nach einer Choreografie von Aziza.
Safira tritt im Septett zur einer kessen Federfächer-Darbietung an - wir fühlen uns immer noch bestens unterhalten –, und dem folgt ein Trio aus Sinam mit Stuhl und Korsett, mit einem „Oriental-Burlesque“, den wir bereits gestern in der Gala bewundert haben.
Und leider ist es jetzt schon beinahe wieder vorbei. Das große Finale steht an, in dem alle 19 Teilnehmer auf der Bühne erscheinen und mit allerlei Accessoires wie Doppelschleier, Licht-Pois, beleuchteten Isiswings und so weiter unter dem Regen von Konfetti-Raketen ihre Abschlußdarbietung präsentieren.

Was für ein schöner Abend, und wie gut wir uns unterhalten haben.

Manis bei facebook ...
Projektgruppe Manis
Hanni und Susi
Trommelgruppe Bruno Assenmacher
Sabine
Dunyazad
Sophia
Mara
Safira
Projektgruppe Manis
Projektgruppe Manis
Mitra
Nilgün und Ulrike
Petra
Sandra
Beate
Hanni
Little Safira
Safira
Sinam Trio
Das große Finale
Abschlußfoto
Little Project
Die 25. Reise der Karawane 2017
Samstag, 25.02.2017, Düsseldorf
SHOWBERICHT von Marcel Bieger