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Photos © Karin Lux, www.lux-light-art.de
Grafik & Layout Konstanze Winkler
Zum "Fusion Lab 2" mit vielen Workshops und einer Hafla-Party-Show lud Shaddai, die Tribal Fusion-Pionierin des Südens und Leiterin der "Orientalischen Tanzschule Augsburg", am 13. September 2014 ein. Die Gastgeberin begrüßte herzlich und charmant ihr erwartungsvolles Publikum und machte neugierig auf eine Vielzahl bekannter Tänzerinnen, die an diesem Abend auftraten.
Showbericht von Dagmar K. Holler
FUSION DANCE LAB 2
Augsburg
13. September 2014


Der Showbericht
"EIN HAUCH VON MAGIE LEGTE SICH
ÜBER DIE ZUSCHAUER"
Sharon Blade eröffnete in einem edlen schwarz-silbernen Kostüm die Show. Die Schülerin Shaddais bot mit viel Körperspannung eine atemberaubende Darbietung zu stählernen Klängen. Auf ruhige, fließende Bewegungen folgten abrupte Stopps, die das faszinierende Spiel ihrer Muskulatur offenbarten. Beeindruckt haben mich auch die dramatischen, stolzen Posen.

Sharon Blade zeigte noch ein weiteres Mal ihre Virtuosität. Amazonenhaft im weiß-schwarzen Gewand und mit aufwendigem Kopfschmuck tanzte sie anfangs romantisch, dann im Dubstep-Style mit rassigen Bewegungen: Schlangenarme und Bauchwellen, fließende Elemente, plötzliche Stopps und eine dramatische Backbend-Pose.
Ihr folgte mit der Ulmer Lehrerin Maya eine Meisterin verschiedener Tanzstile. Zu orientalischer Musik ließ sie gelb-rote Pois optisch höchst wirkungsvoll ihre Bahnen ziehen und verzauberte das Publikum durch ihre schwungvolle und präzise Akrobatik, bei der auch schwierige Elemente mit beeindruckender Sicherheit gezeigt wurden. Eine Tänzerin mit wunderbarer Ausstrahlung.
Bei ihrem weiteren Auftritt lüftete Maya den virtuellen Vorhang zu  einem funkelnden Venedig zwischen Palazzi und Gondeln. Wie eine verzauberte Marionette an unsichtbaren Fäden entfaltete sie im wunderschönen gold-bordeauxfarbenen Kostüm zu modernen barocken Klängen einen Fächer an Breaks und Locks, Bodywaves und schnellen Drehungen. Mit ihrem höchst anmutigen Tanz begeisterte sie die Zuschauer.
Nach Mayas beeindruckender Darbietung betrat Amira aus Saarbrücken zu rockiger Musik die Bühne. Im erotischen Outfit mit kurzem braunen Lederrock antwortete sie tänzerisch auf Jimmy Hendrix‘ harte „Foxy Lady“-Klänge, nicht nur mit aufreizenden Posen als scharfe Braut, sondern auch anschmiegsam und mit gefühlvollen Bewegungen.
Ein geheimnisvolles und opulentes Mittelalter, für die Bühne adaptiert in Klang und Bild, präsentierte die Gruppe Elistraee aus Nürnberg um ihre Lehrerin Leylah Sadim.
In prächtigen Gewändern und zu wuchtiger Mittelaltermusik boten die Finster-Elfen schwungvollen Tribal-Gothic-Style. Die Tänzerinnen verzauberten mit Schweif-Pois, Schleiern, Schwert und Leuchtkugeln. Bildschön anzusehen.
In die verrückten goldenen 20er entführte die charismatische Giuliana aus München. Die ausgebildete Bühnentänzerin fegte im glamourösen schwarz-goldenen Kostüm zu mitreißendem Swing über die Bühne. Herrlich frech und sexy ihre Stilelemente zu Charleston und "burlesque", erfrischend ihr mimischer Flirt mit dem begeisterten Publikum. Phantastisch auch ihr Backbend und der Spagat.
Nun betrat Leylah Sadim solo die Bühne und entfachte im Gothic-Tribal-Fusion-Style eine beinahe spürbare Sehnsucht nach den Mythen und der Romantik einer längst vergangenen Zeit. Zu jenseitig anmutenden Klängen richtete sich ihr Blick nach oben in eine imaginäre grenzenlose Freiheit, schmiegte sie sich in samtene Bewegungen und nuancierte tänzerisch-gefühlvoll ihr Empfinden. Bilder wie fließende Schatten entstanden, und man träumte sich mit Leylah Sadim in eine ferne Welt.
Auch Leylah Sadim kehrte ein weiteres Mal auf die Bühne zurück, um mit einem Gypsy Tribal in einem prächtigen schwarz-roten Kostüm ein tänzerisches Feuer zu entfachen. Temperamentvoll entführte sie ihr Publikum mit Shimmies, Sidekicks und „Kamelen“ virtuell in eine warme, erregende Sommernacht.
In einem weißen Kostüm, wie eine Rose im Winter von Eiskristallen überhaucht, betrat Gastgeberin Shaddai nun selbst die Bühne. Zu kühlen, klaren Klängen, als lösten sich Tropfen aus Kristallen, akzentuierte Shaddai ihre Hüftbewegungen, schmückte sie aus mit Pops und Locks, funkelnden Shimmies, Bodywaves und schwungvolle Drehungen. Gekonnt verband sie romantische und moderne Elemente und zeigte sich in anmutigen und dramatischen Posen.
Aus dem fernen slowakischen Bratislava angereist war das aparte Duo Rustiqua, welches nun mit einem Indian Fusion die Zuschauer in seinen Bann zog. In beeindruckender Synchronität bezauberten die Tänzerinnen mit fließenden, raffinierten Slides, Glides und Waves. Anmutig dargeboten wurden Elemente aus dem indischen Tanz wie die „voll erblühte Lotusblüte“ oder das „Anjali“ zur Begrüßung. Berückend, die Huldigung an Kali, die Göttin des Todes, aber auch der Erneuerung.
Zeit zum Atemholen, denn nun wurde es etwas ruhiger, mit einer fesselnden Choreografie der „Moving point“ Projekt-Gruppe aus München mit ihrer Lehrerin Giuliana. Zu coolen Klängen bewegten sich die Tänzerinnen in edlen schwarzen Gewändern langsam und ausdrucksstark, und sie schienen wie in sich versunken zu sein. Ein Hauch von Magie legte sich über die Zuschauer.
Magisch blieb es mit dem nachfolgenden Auftritt von Soeurs Gothiques aus Halle. Geheimnisvoll und schattenhaft im Gothic-Style durchwebten die drei Tänzerinnen in ihren schwarzen Lack-Stoff-Gewändern lasziv den Saal - eine Herrin und ihre beiden Sklavinnen. Ein Hauch von Unterwerfung, ein Hauch von Dominanz in Gesten, Posen und Ausstrahlung.
Bei ihrem letzten Auftritt an diesem Showabend zeigten sich die Tänzerinnen von Elistraee als schöne und stolze Kriegerinnen. Zu dramatischen Klängen und mit geschmeidigen Tribal-Elementen zeigten sie einen faszinierenden und anspruchsvollen Säbeltanz, bei dem sie die blinkenden Schwerter auf dem Haupt sicher balancierten.
Mit Cristina Zegarra, Lehrerin für Tanz aus Krefeld, betrat eine Preisträgerin im Tribal Fusion die Bühne. Wie sich herausstellte, wurde sie zu Recht ausgezeichnet. Zu den Klängen von „Crying Hard“ sorgte sie mit ihrer Darbietung bei mir für eine wohlige Gänsehaut. Die Zuschauer wurden Zeugen ihrer ausdrucksstarken, körperbetonten Selbstentrücktheit. Cristina tanzte und enthüllte dabei, was sie empfand: Sehnsucht zu ruhigem Takt, dann wieder Leidenschaft  - ein ganz und gar lebendiges, pochendes Herz.
Noch einmal präsentierte sich das charmante Duo Rustiqua und zeigte sich in edlen, cremeweißen Kostümen, mit kunstvollen Frisuren und apartem Kopfschmuck. Wieder verzückten die Tänzerinnen das Publikum durch eine spritzige Choreografie in perfekter Synchronität. Funkelnd und mitreißend ließen sie die Goldenen 20er im Swing Style aufleben. Deshalb die dringende Bitte an Rustica: Kommt wieder!
Zum Finale eroberte noch einmal die Gastgeberin die Bühne. Im violetten Kostüm tanzte sich Shaddai
(Foto s. oben) mitten hinein ins Herz ihres Publikums mit Bodywaves, entfesselten Shimmies und Sidekicks und einem rasanten Trommelsolo zum Abschluß. Fließende Elemente mündeten in schnellen, knackigen Bewegungen, das war Tribal Fusion vom Feinsten und ein hochkarätiger Abschluss einer mitreißenden Fusion-Show.
www.fusiondancelab.de
www.shaddai.de
Das nächste FDL mit Schwerpunkt "GOTHIC" findet statt am 30./31. Oktober 2015
Veranstaltungsort: Shaddais Tanzschule in Augsburg
Gern werden noch Bewerbungen für die Show-Hafla entgegengenommen ...
... die Workshop-Themen werden auch demnächst bekanntgegeben.
Shaddai
Sharon Blade
Maya
Amira
Elistraee
Giuliana Angelini
Leylah Sadim
Gastgeberin Shaddai
Duo Rustiqua
"Moving Point" - Projektgruppe
Soeurs Gothiques
Duo Rustiqua
Cristina Zegarra