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Photos : Titel © Said El Amir, alle anderen © Konstanze Winkler
Grafik/WebDesign: Konstanze Winkler
Gleich vis-a-vis dem Messebüro der Stand von „jomdance“, ESTODA und tamed, großzügig angelegt, ein Blickfang: hier bedient der Chef selbst, Said el Amir beantwortet ebenso wie seine anwesenden Mitarbeiter gern Fragen.
Und abends in den Shows sieht man ihn mit seinen Schüler- innen oder mit den Frauen, die seine Ausbildung erfolgreich absolviert und sich einen Namen gemacht haben. Shalymar, Eliana oder Djamila fallen uns ganz spontan ein, aber es sind ja noch viele mehr. Said erzählt uns hier, was er so alles treibt, und schließlich geht es auch um die Abschluß-Veranstaltung der jüngsten Ausbildungsklasse, diesmal in Lennestadt.
"WIR GEBEN EINEN BLICK AUF DIE STARS … DER NÄCHSTEN GENERATION"
"
Interview mit Said el Amir
von Marcel Bieger
Die World of Orient ist gerade mit ganz großem Erfolg über die Bühne gegangen, einer der beständigsten Namen dieser Festival-Reihe ist Said el Amir, wie oft warst du schon dabei?

Seit der ersten World of Orient bin ich dabei. Kein Jahr habe ich ausgelassen. Jedes Jahr habe ich etwas Neues geboten. In diesem Jahr ist das nicht anders, und so bleibe ich mir und der World of Orient wieder einmal treu. Auch das ist Beständigkeit.

Nach der Show ist vor der Show: In gut einer Woche geht es schon weiter mit der Abschluß-Kundgebung der aktuellen jomdance-Ausbildung. Was erwartet uns dort?

Wer ein bißchen die Oriental-Szene verfolgt, hat sicher im letzten Jahr mitbekommen, daß in Leipzig der 7. Ausbildungsgang mit einer – wie immer – spannenden, abwechslungsreichen Show zu Ende gegangen ist. Die mittlerweile seit zehn Jahren bestehende Ausbildung hat derzeit 68 Absolventen und es werden am 25. März 2017 in Lennestadt (Sauerland) www.show.jomdance.com weitere 8 Absolventinnen dazu kommen – hoffentlich.

Erstmalig habe ich in zwei Ausbildungsgängen, Leipzig und Offenbach, den gleichen Oriental-Gruppentanz als Abschlußprüfungstanz vermittelt. Daher haben wir in diesem Jahr zur World of Orient Tänzerinnen aus zwei Ausbildungsgängen gemeinsam auf der Bühne stehen, die diesen Tanz zeigen. Sozusagen eine klassische Fusion (lacht), ein schönes Wortspiel in diesem Zusammenhang. Ich darf mit Stolz auf die Entwicklung der Absolventen und auch der Ausbildung selbst schauen. In der Show führen die Studentinnen vor vier Juroren das vor, was sie in zwei Jahren gelernt haben, und werden benotet (von 1-10). Ich bin mit den aktuellen Absolventinnen sehr zufrieden und rechne damit, daß sie alle bestehen werden.

Das Verhältnis Anzahl jomdance-Absolventen zu internationaler Karriere kann sich wirklich sehen lassen: 68 Absolventen zu derzeit 10 international gefragten Künstlern (Tendenz steigend) bei momentan 7 Ausbildungsgängen … das ist doch mal nicht sooo schlecht. Dabei muß der Blick gar nicht so weit schweifen. Allein in der diesjährigen Show von Jillina Carlano „Scheherazade – Fantasm – Odyssey of Dreams“, die bei der World of Orient Europa-Premiere feierte, tanzten wieder einmal zwei jomdancer mit: Djamila Kotsch und eine der Hauptrollen ist besetzt mit Shalymar, beide haben schon zuvor in Produktionen von Jillina mitgewirkt. Shalymar hat auch dort schon Hauptrollen getanzt.

Am "jomdance"-Stand - Said El Amir (re.), daneben Yasmina Said (ESTODA) und Mitarbeiterinnen
Die Ausbildung hat sich in den letzten 10 Jahren einerseits sehr verändert und andererseits ist sie sich äußerst treu geblieben. Sie entwickelt sich stets weiter, da ich all meine pädagogischen Erfahrungen, mein neu erlerntes Wissen im Bereich Dance Science (deutsch: Tanzmedizin – dazu gleich mehr) und den Bedarf des zeitgenössischen Geistes mit einfließen lasse. Davon profitieren die Studenten immer wieder aufs Neue. Der Fusionswahn der Oriental-Szene der letzten 10 Jahre beschert mir nun Studenten, die leider immer weniger Hintergrundwissen mitbringen. Oft höre ich: „Das hat mir noch nie jemand gesagt oder gezeigt.“ Nun, da könnte ich darauf antworten, dass man/frau natürlich auch eine gewisse „Hol-Schuld“ hat und sich Informationen selbst besorgen muß. Doch ich höre darin auch, daß die essentiellen Informationen zum Thema Oriental-Tanz offenbar nicht mehr wirklich vermittelt werden. Darauf mußte ich als alter Traditionalist reagieren. Da es immer mein Anliegen war, durch jomdance den Oriental-Tanz zu bereichern, ihn zu beflügeln und im Ansehen zu steigern, hat sich durch die neue Studenten-Informations-Situation ergeben, daß die jomdance-Ausbildung je Modul nun auch Informationen zum Orientalischen
Tanz vermittelt. Ich hoffe, dadurch Hintergrundwissen und zumindest Basis-Wissen weitergeben zu können, welches unumgänglich ist, wenn man eine Bühne mit Oriental-Tanz betreten möchte. Andererseits beobachte ich einen leichten Trend hin zu Teilnehmerinnen aus dem Tribal-Bereich. Das freut mich besonders, denn auch dort gelten Bühnenregeln, die ja maßgeblich in der Ausbildung vermittelt werden.
Und damit sind wir auch schon in Lennestadt, dem diesjährigen Austragungsort. Unsere Studentinnen bekommen nicht nur schönes Tanzen beigebracht, oder wie sie sich auf der Bühne präsentieren sollen, sie lernen auch, sich eigenständig als Tänzerin oder mögliche Veranstalterin zu bewegen, zum Beispiel dadurch, daß sie sich nach einer Halle oder einem Saal umschauen, in der oder in dem sie selbst etwas auf die Beine stellen könnten. In diesem Jahr habe ich unsere Studentinnen dazu aufgerufen, in ihrer Region Angebote für einen Show-Ort einzuholen. Eine Studentin kommt aus der Nähe von Lennestadt, und das Angebot von dort war das günstigste, so daß wir uns gemeinsam dafür entschieden haben.
Einen Vorgeschmack auf die Show in Lennestadt haben wir ja bereits auf der World of Orient erhalten, am Sonntag hast du die Abschluß-Show mit 8 Studentinnen und Gästen gegeben, ein wirklicher Höhepunkt und die passende Abrundung für diese World of Orient.

Danke für das Kompliment. Die WoO-Abschluss-Show: jomdance at its best! Ich bin bekannt dafür, neuen Talenten und aufstrebenden Künstlern eine gute Ausbildung angedeihen zu lassen und sie dabei zu unterstützen – wenn es an der Zeit ist –, sich einem breiten Publikum präsentieren zu können – auch dafür gibt es mittlerweile zahlreiche, sehr bekannte Tänzerinnen und Tänzer in der Szene. Da auch Asmahan immer an Talenten interessiert ist, führte uns dieser Gedanke zur Idee der WoO-Abschluß-Show am 12. März 2017 auf der Messe-Bühne. Wir haben einen kleinen Einblick in die nächste Generation Stars und Sternchen gegeben, die aus den jomdance-Ausbildungen hervortreten oder schon traten. So habe ich mich besonders darüber gefreut, mit einigen der talentiertesten Tänzerinnen diese Show gestalten zu können: Dschinny, Latifah Abdel, Natalia und Olga, die jeweils solistisch im klassischen oder modernen jomdance-Stil ihr Können gezeigt haben. Weitere Tänzerinnen präsentierten sich mit meinen Gruppentänzen.

Natürlich habe ich als Initiator von jomdance ebenfalls bei dieser Show tänzerisch mitgewirkt und als Highlight durfte ich Shalymar (D) auf der Bühne begrüßen. Die insgesamt ca. 30 Minuten dauernde Show diente dazu, allen Interessierten eine Vorstellung davon zu geben, was in der jomdance-Ausbildung vermittelt wird und was sie ab September in Berlin in der nächsten Ausbildung erwarten können.

www.berlin.jomdance.com

Schon seit Jahren ein Erfolg: der Messe-Guide. Von Anfang an hat nicht die Festival-Leitung, sondern haben du und Inci Brose ihn herausgegeben. Die voluminöse Broschüre ist schon seit langem ein unentbehrlichen Begleiter für alle Festival-Besucher geworden.

Auch in diesem Jahr haben Inci Brose und ich den offiziellen Messe-Guide herausgebracht. Der Messe-Guide bot in diesem Jahr das Show-Programm von „Scheherazade“ mit der Story, Hintergrundwissen über die Protagonisten und die weitere Besetzung der Show neben den zahlreichen Informationen zu Künstlern der Samstag-Gala, Workshops, Ausstellern und natürlich den Plänen, wo was zu finden ist. So oder so genoß der Messe-Guide erneut eine hohe Popularität, eine starke Mitnahmerate und dadurch nachhaltigen, langanhaltenden Werbeeffekt mit zielgerichteter Kundenansprache und einer internationalen Verteilung. Damit ist dieses Medium ziemlich einzigartig im Oriental-Sektor.

Als wäre das alles noch nicht genug, bist du auch noch auf anderen Feldern tätig, zum Beispiel der Tanzmedizin.

Tanzmedizin Deutschland – Organisation für Tanzmedizin: tamed e. V. - Erstmals durfte ich tamed nicht nur über einen Messe-Stand vertreten, sondern auch in meinem Workshop-Thema „Tanzmedizin für alle“ Einige fragen sich sicher, welche Qualifikation ich denn dafür habe. Nun, zunächst habe ich das Zam - Zertifikat Tanzmedizin erfolgreich absolviert und damit den Einstieg in das berufsbegleitende Aufbaustudium „Master of Advanced Studies in Dance Science“ an der Universität Bern, Schweiz, ermöglicht bekommen. Dieser in Kontinentaleuropa einzigartige Studiengang für Tanzschaffende, Tanzpädagogen, Physiotherapeuten, Trainer, Ärzte usw. gleichermaßen interessante Studiengang (www.mas.tamed.eu) vermittelt tanzmedizinisches Wissen über drei modulare Zertifikats-Lehrgänge in den Bereichen „Health & Performance“, „Motor Learning & Training“ und „Psychology & Education“. Die ersten beiden Zertifikate habe ich bereits belegt und befinde mich seit Mitte Februar im Zertifikatslehrgang: „Psychology & Education). Wenn alles klappt, werde ich Mitte kommenden Jahres (2018) meinen Master in Dance Science haben.

In meinen Workshops (es soll ja nicht bei dem einen auf der WoO bleiben) möchte ich alle Tanzenden und Unterrichtenden auf das Thema Beinachsen und Beckenstellung aufmerksam machen. Ein kleiner theoretischer Exkurs in die Anatomie der unteren Extremitäten und was wir davon im Tanz wissen sollten gibt im praktischen Anschluß Aufschluß über die eigenen Möglichkeiten, Fehlstellungen zu erkennen, sie zum Großteil selbst zu beheben und dadurch lange und gesund tanzen zu können. Doch nicht nur das, denn wer versteht, wie diese Dinge zusammenhängen, kann auch für das tägliche Leben einen großen Nutzen daraus ziehen. Ich freue mich immer auf Fragen und interessante Gespräche.
Und dann gibt es auch noch das „jomdance magazin“, eine ganz besonderes, genreübergreifendes Magazin mit den Schwerpunkten „jom“: Jazz, Oriental, Modern.   

Das jomdance-magazin – das Wissensmagazin für Tanz – Ich möchte gern auf Neuigkeiten im Bereich jomdance-magazin hinweisen. Jeder in der Branche weiß, wie wichtig es ist, sich die richtige Nische zu suchen, um über die Runden zu kommen und sich nicht gegenseitig die Leser abzuwerben. Der Kunde kann sein Geld nur einmal ausgeben und so ist es wichtig, die richtige Zielgruppe anzusprechen. Aus diesem Grund haben Inci und ich Feldforschung betrieben, Marktanalysen erstellt und uns von vornherein im tanzsparten- übergreifenden Sektor positioniert. Dieser Sektor war noch nicht wirklich erschlossen und stellte uns vor neue Anforderungen, die zu bedienen wir nun in der Lage sind.

Langer (Vor-)Rede, kurzer Sinn: Das jomdance-magazin geht online – aber anders als zum Beispiel Hagalla. Unser Markenzeichen, Wissen im und für Tanz zu verbreiten, hat sich schnell herumgesprochen und Anhänger gefunden. Sowohl für Tanzende jedweden Levels und Anspruchs als auch für Tanzunterrichtende von Laien bis Profis bieten wir jetzt (ab 4/2017) die Möglichkeit, einzelne Wissensartikel online zu erwerben. Denn nicht jeder möchte immer umfassend über Jazz, Oriental, Modern Dance etc. informiert werden; viele möchten nur einen Teil davon oder sogar nur einen bestimmten Artikel zu einem speziellen Thema haben. Um diesem modernen Lesewunsch unserer Kunden gerecht zu werden, bieten wir diese neuen Möglichkeiten: Fachartikel und exklusive Informationen zum Thema Tanz, professionelles Know-how und Werbepartner, ausgewählte Artikel im Shop günstig kaufen und als PDF zum Download sowie eine Jahresausgabe – Best of jomdance-magazin im Herbst. Selbstverständlich alles in gewohnt erstklassigem Layout, ansprechend und gut zu lesen.

Organisationsprofil:
Ausbilden – Coachen – Performen. jomdance – jazz-oriental-modern-dance – die Wissens-Akademie für Oriental-Tanz.

Unter der Leitung von Said el Amir engagiert sich die jomdance-academy für die kulturelle, interdisziplinäre Anerkennung des orientalischen Tanzes in Deutschland und Europa. Ziel der Arbeit ist es, die Qualität, Darstellungsform und das Unterrichten des orientalischen Tanzes im deutschsprachigen Raum zu fördern und dafür optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Gemeinsam mit Trainern, Sport- und Bewegungswissenschaftlern, Pädagogen und Medizinern engagiert sich die Academy für alle Oriental-Tanzenden - vom Laien bis zum Profi. Mit ihren über 200 Absolventinnen und Absolventen stellt die jomdance-academy ihr Engagement auf drei Säulen: 

Ausbilden: Das Ausbildungsspektrum der jomdance-academy ist vielseitig und bedient Hobbytänzer bis Profis gleichermaßen. Halbjahres- oder Jahresprogramme mit Fokus auf Tanztechnik oder zweijährige Ausbildungen mit Ziel, das Erlernte vermitteln zu können und bühnenreif vorzuführen sind neben Lectures und Intensiv-Seminaren das Basisangebot der Academy. Darüber hinaus bietet die jomdance-academy zahlreiche offene Workshops, die für alle Interessierten besucht werden können. Alle Seminare basieren auf tanzmedizinischem Wissen und werden stets den neuesten Erkenntnissen angepasst.

Coachen: Die jomdance-academy führt ein Lehrer- und Tänzerverzeichnis, in dem Absolventen gelistet sind, die sich kontinuierlich an der Academy oder Partner-Akademien fortbilden. Unter der Marke Bellydance Teachers‘ Training bietet die jomdance-academy interdisziplinäre Coachings für Tanzschaffende aller Tanzsparten zu Fragen und Problemen rund um das Tanzen an. Diese Coachings dienen der Information und Aufklärung, der Steigerung der Unterrichtsqualität sowie der Vernetzung mit Experten aus Tanz, Medizin und Training. Des weiteren bietet die jomdance-academy individuelles Mentoring für Laien bis zum Profi an.
Vernetzen: Alle zwei Jahre organisiert die jomdance-academy den Tanzkongress *jom your life*. Als wichtiges Bindeglied zwischen Absolventen, Studenten und freien Teilnehmern hat er sich zu einem renommierten Branchentreffen entwickelt und bietet eine Plattform für neueste relevante Themen und intensiven Austausch.

In den kongressfreien Jahren empfiehlt die jomdance-academy Reisen zu Festivals mit unterschiedlicher Ansprache der Tanzrichtung, um einen noch intensiveren interdisziplinären Informationsaustausch zu fördern. Die Reisen sind spezifisch auf die jeweils adressierte Tanzrichtung zugeschnitten.

Weitere Informationen über das breite Engagement der jomdance-academy: www.jomdance.com

Kontakt:

Said el Amir
Agnes-Bernauer-Straße 11b
80687 München

089-72655808

said@jomdance.com *** info@jomdance.com
www.jomdance.com

Said El Amir und seine jomdance-Schülerinnen auf der WoO-Samstag Gala
jomdance Tänzerin Djamila Kotsch (re.) bei der Bellydance Evolution-Show in Hannover
... und noch eine berühmte "jomdancerin" - Shalymar (pink) mit Bellydance Evolution
"jomdance at its best!! - auf der Messebühne in Hannover