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Photos : Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Chloé Schwartz
Grafik/WebDesign: Konstanze Winkler
Als wir Chloé 2014 zum ersten Mal auf der Bühne gesehen haben, stand da eine schüchterne junge Mademoiselle aus Frankreich, die auf der riesigen Wettbewerbsbühne von Leylas und Rolands Festival etwas verloren wirkte. Aber als sie dann anfing zu tanzen, eroberte sie die Jury und das zahlreiche Publikum im Sturm. Verdient hat sie den 1. Platz in ihrer Kategorie „Fusion“ gewonnen. Und wie es bei „Bellydancer of the World“ guter Brauch ist, werden etliche der Kategorien-Sieger im Folgejahr (oder ein Jahr später, wie in diesem Fall) in die Gala-Show eingeladen. Und jetzt ist sie wieder bei uns, Chloé Schwartz in der Gala-Show des 24. Orientalischen Festivals Europa. Bienvenue et bonne chance, Chloé.
ELEGANZ UND CHARISMA

Interview mit Chloé Schwartz

von Marcel Bieger (auch Übersetzung)

Du bist noch recht jung, wann hast du eigentlich angefangen zu tanzen, und welche Stile hast du gelernt? Tanzt du diese anderen Stile noch, und kommen sie dir bei deinen Fusion-Auftritten zugute?

Ich habe mit sechs Jahren zu tanzen angefangen, und damals wie heute faszinierten und faszinieren mich die verschiedenen Stile und Techniken. Von Beginn an bin ich mehrgleisig gefahren: Bauchtanz, Ballett und Modern.

Heute tanze ich beruflich Bauchtanz und Jazz. Ich bin Bauchtanz-Lehrerin und ich habe ein Diplom als Modern Jazz-Lehrerin.

Alle Techniken, die ich gelernt habe, nutzen mir bei der Entwicklung meiner Fusion-Stücke und verbessern meinen Ausdruck.

Wo und wann sind sich der Bauchtanz und du zum ersten Mal begegnet. Warum hat er sich beeindruckt, und warum bist du ihm treu geblieben?

Meine Familie stammt aus dem Orient, und ich bin in dieser Kultur aufgewachsen, mit all ihren Farben, all ihren Liedern …

Da konnte es nicht ausbleiben, daß ich im zarten Alter von sechs Jahren angefangen habe zu tanzen. Vom ersten Tag an war ich von den unterschiedlichen Energien und Tänzen fasziniert. Als ich die verschiedenen Gesichter des Orientalischen Tanzes entdeckt habe, war meine Begeisterung geweckt, und sie hat seitdem nicht nachgelassen.

Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben, und was hast du noch vor?

Gefühle auszuleben und Ausdruck zu zeigen, sind mir immer schon ganz natürlich gefallen. Und mein Stil repräsentiert mich. Er wurde aus vielen Disziplinen und Kulturen geformt und mischt Techniken mit Energien, bis daraus ein Tanz voller Gefühle und Überraschungen entsteht.

Ich sage gern: Je mehr verschiedene Sprachen wir beherrschen, desto größer ist die Anzahl der Menschen, mit denen wir uns verständigen können. Mit dem Tanz verhält es sich ähnlich: Je mehr Stile ich tanze und miteinander verbinde, desto mehr Menschen kann ich damit berühren.

In den kommenden Jahren möchte ich noch mehr Techniken erlernen, meinen Tanz mit all meinen Erfahrungen anreichern und mit allen Menschen teilen, die ich erreichen kann.
Du kommst ziemlich herum und hast sehr viele Preise gewonnen, bei nationalen wie auch internationalen Wettbewerben. Siehst du dich da als Vertreterin der französischen Tanz-Szene?

Das hoffe ich, ich tue jedenfalls mein Bestes dafür, das glaube mir.
Wie macht sich denn die französische Tanz-Szene inzwischen?
Meiner Ansicht nach nimmt der Bauchtanz in Frankreich noch nicht den Platz ein, der ihm eigentlich zusteht. Er ist noch weitgehend unbekannt und wird nicht in der gebührenden Weise gewürdigt. Dennoch existiert bei uns eine Vielzahl interessanter Projekte und sehr schöner Initiativen, die allesamt von Enthusiasten ins Leben gerufen worden sind: Festivals, Konferenzen und Seminare. Wir haben in Frankreich ein riesengroßes Potential zu fördern.

Was bekommen wir von dir bei Leyla und Roland auf der Bühne zu sehen?

Als ihr mich zum ersten Mal gesehen habt, habe ich einen Fusion aus vielen verschiedenen Stilen und Techniken getanzt (und damit den 1. Platz in dieser Kategorie gemacht, Anm. d. Red.). In diesem Jahr trete ich in der Gala auf, und zwar mit einem original orientalischen Baladi. Ja, ich habe eben viele Seiten (lacht).

Was wirst du uns in deinem Workshop beibringen?

Ich habe das große Vergnügen, auf dem Festival den Workshop: „Modern & Oriental – Orient und Okzident begegnen sich“ anzubieten. Wir werden uns den berühmten Klassiker von Oum Kalthoum, „Amal Hayati“, vornehmen. Dabei mischen wir OT-Bewegungen mit denen des Modern und lassen uns dabei von anderen Stilen inspirieren, bleiben aber der orientalischen Seele treu. Wir arbeiten gründlich an Stil und Technik und an den Variationen von Energie und Ausdruck. Das alles natürlich versehen mit Eleganz und Charisma.

Chloé bei facebook ...
WORKSHOP mit Chloé
Samstag, 26.11., 13:30 – 15:30 Uhr
Orient meets Occident (Modern classical Oriental/Raks Sharki)
Chloé verbindet die traditionelle und moderne Klassische Tanz-Art mit starkem Ausdruck. Entdecke ihren erfrischenden Stil mit energiegeladener Technik und Kombis, die in eine gefühlvollen Choreo münden zu einem der berühmtesten Liedern der arabischen Welt.
Chloé Schwartz ist zu Gast bei Leyla und Roland Jouvanas 24. Orientalischem Festival Europas, 22. - 28.11.2016 in Duisburg
Infos:
www.leyla-jouvana.de und Workshop-Anmeldungen hier ...